Jahresprogramm
Eröffnungskonzert des Internationalen Orgelsommers: Benefizkonzert des Windsbacher Knabenchors für St. Wenzel
Uhr Ort: Stadtkirche St. Wenzel zu Naumburg
Windsbacher Knabenchor
Ludwig Böhme
Künstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchors
An der Hildebrandt-Orgel:
Nicolas Berndt
Wenzelsorganist
Geistliche Chormusik und Orgelwerke von Heinrich Schütz, Johann Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms u.a.
35 € | 15 € ermäßigt (Studierende, Auszubildende und Schüler bis einschließlich 18 Jahren)
Kartenverkauf: Online-Ticketvorverkauf
oder bei der Tourist-Information Naumburg (keine ermäßigten Tickets erhältlich)
(Markt 6, Tel. 03445 273-125, E-mail: tourismus@naumburg-stadt.de)
sowie an der Abendkasse.
Der Einlass beginnt um 19 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
__________________________________________________________________________________________________________________
Zum Programm: Im Rahmen des "Internationalen Orgelsommers" findet in St. Wenzel in Naumburg ein Grundton D-Konzert statt. Der Windsbacher Knabenchor präsentiert unter der Leitung von Ludwig Böhme Geistliche Chormusik und Orgelwerke von Heinrich Schütz, Johann Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms u.a. Ergänzt wird das Programm durch ausgewählte Orgelwerke gespielt auf der Hildebrandt-Orgel durch Wenzelsorganist Nicolas Berndt.
Zur Konzertreihe: Grundton D ist eine Benefizkonzertreihe, die der Deutschlandfunk (Dlf) seit 1990 in enger Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltet. Die Konzerte begeistern Musikliebhaber durch die Verbindung von Musik und Architektur und finden stets in Denkmalen und zugunsten von Denkmalen statt.
Zum Veranstaltungsort: Das Stadtbild von Naumburg wird neben dem Dom wesentlich von der 1228 erstmals urkundlich erwähnten Wenzelskirche am Marktplatz geprägt, die zugleich auch Wahrzeichen der Stadt ist. Nach mehreren erheblichen Brandschäden an dem 1426-1473 errichteten Bau erfolgte 1523 eine Wiederherstellung des Langhauses als Hallenkirche, die 1724 eine barocke Ausstattung erhielt.
Mehrfach hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Instandsetzungsmaßnahmen an diesem bedeutenden spätgotischen Kirchenbau finanziell unterstützt. Besonders hervorzuheben ist neben weiteren Ausstattungsstücken die von Zacharias Hildebrandt stammende Orgel, die diesen Konzertabend zu einem Hörgenuss macht.
Zum Benefiz: Der gesamte Erlös aus dem Kartenverkauf fließt in die dringend notwendige Fassadensanierung von St. Wenzel.
__________________________________________________________________________________________________________________________
Der Windsbacher Knabenchor zählt heute zur Spitze der Knabenchöre. Stilistisch liegt der Schwerpunkt dabei auf geistlicher Musik, wobei das Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne reicht. Neben A-cappellaWerken aller Epochen umfasst es auch die großen Oratorien unter anderem von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.
Der 1946 von Hans Thamm gegründete Chor wurde von seinem Nachfolger Karl-Friedrich Beringer über drei Jahrzehnte hinweg zu nationaler und internationaler Anerkennung geführt. Von 2012 bis 2022 übernahm Martin Lehmann die künstlerische Leitung des Ensembles. 2022 wurde Ludwig Böhme zum künstlerischen Leiter des Windsbacher Knabenchors berufen. Mit ihm leitet ein musikalisches Multitalent den renommierten Knabenchor: Böhme war unter anderem Mitbegründer und langjähriges Mitglied des Calmus Ensemble. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Leipziger Thomanerchor. Renommierte Orchester wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Freiburger Barockorchester, die Akademie für Alte Musik Berlin (Akamus), das Kammerorchester Basel u. v. a arbeiten immer wieder gern mit dem Chor zusammen. Zahlreiche CDProduktionen sowie Hörfunk- und Fernsehauftritte überzeugen Musikkritiker und Publikum gleichermaßen. Einladungen zu wichtigen Festivals wie dem Rheingau Musik Festival (Rheingau Musik Preis 2007) sowie regelmäßige Auftritte in den deutschen und europäischen Musikzentren unterstreichen die Bedeutung des Knabenchors im nationalen wie internationalen Musikleben. Konzertreisen machten die Sänger ins europäische Ausland wie auch nach Asien, Nord- und Südamerika, Israel, Australien und in den Vatikan.
Ludwig Böhmes erste Saison mit dem Knabenchor führte die Windsbacher 2022 mit Bachs Weihnachtsoratorium nach Spanien (Aufführungen in Sevilla, Valladolid, Madrid und Barcelona). Im Dezember 2024 stand das Werk in Frankreich (Dijon) und in der Schweiz (Basel) erneut auf dem Programm der Windsbacher. Eine Aufführung von Bachs Johannespassion im Rahmen der Bachwoche Ansbach, begleitet vom Freiburger Barockorchester unter Böhmes Leitung, ist in der ARD-Mediathek abrufbar. Neben zahlreichen Videos, die der Windsbacher Knabenchor regelmäßig auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht, entstand 2024 eine erste CD-Einspielung unter Leitung von Ludwig Böhme. Das Weihnachtsliederalbum mit Mitgliedern der lautten compagney Berlin ist bei der Deutschen harmonia mundi erschienen.
Ludwig Böhme ist seit 2022 kunstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchores. Seine Kindheit verbrachte Böhme im Thomanerchor Leipzig und studierte danach Chordirigieren an der Hochschule fur Musik und Theater in Leipzig. 1999 grundete er mit anderen ehemaligen Thomanern das Calmus Ensemble. 23 Jahre lang war er Bariton und kreativer Kopf des Leipziger Quintetts, welches sich unter seiner Mitwirkung zu einer der international erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Vokalgruppe entwickelte. Von 2002 bis 2022 leitete Böhme den Kammerchor Josquin des Prez, mit welchem er 2018 einen Ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb errang. Böhme war Intendant und Initiator der Konzertreihe „Josquin – Das Projekt", der weltweit ersten Gesamtaufführung des josquinschen Werkes, die 2004 in der Leipziger Thomaskirche begann und dort 2017 ihren erfolgreichen Abschluss feierte.
Zehn Jahre lang prägte Ludwig Böhme als künstlerischer Leiter den Leipziger Synagogalchor, ein vielfach ausgezeichnetes Ensemble, welches sich ausschließlich synagogaler und jiddischer Musik widmet. Mit vielen Projekten – von der Wiederentdeckung chorsinfonischer Werke bis hin zu Toleranz-Konzepten hat er dazu beigetragen, jüdische Musik in der Chorszene sichtbarer zu machen. Eine rege Bühnentätigkeit ist die Folge: Böhme war Gast bei allen großen deutschen Musikfestivals, konzertiere in zahlreichen europäischen Ländern, in Israel, Mittel- und Südamerika und tourte über 30 mal in den USA und Kanada. Er arbeitete u.a. mit dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerorchester Basel, dem Wroclaw Baroque Orchestra, dem Orquesta Barroca de Sevilla, der lautten compagney berlin, der Staatsphilharmonie Nürnberg, dem MDR Sinfonieorchester oder der HR Bigband zusammen.
Mehr als 30 CD-Produktionen, prämiert u.a. mit OPUS und ECHO Klassik sowie mehreren CARA- und Supersonic Awards, dokumentieren sein umfangreiches Schaffen. Ludwig Böhme unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle, er gibt regelmäßig Workshops und Meisterkurse und ist als Komponist und Arrangeur aktiv.