Jahresprogramm

Festmusik im Gottesdienst | „Hocherwünschtes Freudenfest“

Uhr     Ort: Stadtkirche St. Wenzel zu Naumburg

Leipziger Cantorey

Leipziger Cantorey

"Hocherwünschtes Freudenfest"

Festmusik im Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit

3. Oktober | Sonntag | 10 Uhr

 

Solisten & Leipziger Cantorey
Sächsisches Barockorchester
Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz
An der Hildebrandt-Orgel:
Thomasorganist Ullrich Böhme

Zu Ehren der großen Hildebrandt-Orgel und der großen Kirchenmusik-Tradition an St. Wenzel erklingt jene Festkantate, die Bach für ihre „kleine Schwester“ komponiert hat: Im Jahr 1723 wurde die Kantate BWV 154 zur Orgeleinweihung in Störmthal uraufgeführt. Die Naumburger Stadtkirche war seit Beginn der Reformation eine bedeutende Stätte der Musikpflege. Heute trifft Bachs Orgel auf die Musiker, die Bachs Erbe in Leipzig pflegen.

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
"Hocherwünschtes Freudenfest" (BWV 194, komponiert zur Einweihung der Hildebrandt-Orgel in Störmthal)

 

Die Predigt hält Pfarrer Dr. Frank Hiddemann, Leiter der ökumen. Akademie Gera und Kulturbeauftragter der EKM, die Liturgie feiert Pfarrerin Christina Lang (Naumburg).

Eintritt frei – Kollekte erbeten

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Die Leipziger Cantorey wurde 2012 vom amtierenden Thomaskantor Gotthold Schwarz ins Leben gerufen und vereint Mitglieder und Gäste des MDR Rundfunkchores zu einem virtuosen Ensemble. Neben der Idee, sich mit der historischen Aufführungspraxis und barocken Klangvorstellung auseinanderzusetzen, haben die SängerInnen große Freude am Musizieren in kleiner Besetzung. Zudem gestalten sie in allen Konzerten auch die Soli aus dem Ensemble heraus.

Das Repertoire reicht von J.S.Bach („Johannespassion“, Kantaten, Motteten und Messen), G.P.Telemann (“Schwanengesang“) und G.F.Händel („Messias“) bis hin zu „Haddock“, einem Werk von Stephan König, das anlässlich eines Abschiedskonzertes für den ehemaligen Thomaskantor Georg Christoph Biller 2015 uraufgeführt wurde.

Die Cantorey hat sich, von der Presse viel gelobt, in ihrer Heimatstadt einen festen Platz im Kulturleben ersungen, trat mehrfach im Rahmen des MDR Musiksommers in Thüringen und Sachsen auf und war u.a. in Berlin und Stockholm zu hören. Dabei konzertierten sie oft gemeinsam mit dem Sächsischen Barockorchester sowie der Akademie für Alte Musik Berlin (2016) und Musica Alta Ripa (2017).

In den vergangenen Jahren sendete der MDR diverse Konzertaufzeichnungen, 2015 erschien die erste CD „von Bach zu Bach“ (Doppelchörige Motteten der Familie Bach). Im Jahr 2020 war das Ensemble bereits das fünfte Mal zum traditionsreichen Gedenkkonzert am Todestag von J.S.Bach in die Thomaskirche in Leipzig eingeladen. Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk Kultur und Rondeau live übertragen.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte www.leipziger-cantorey.de/ensemble/

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Im sächsischen Zwickau geboren, erhielt Gotthold Schwarz seine Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Eine umfangreiche Konzerttätigkeit führte Gotthold Schwarz in die bedeutenden europäischen Musikzentren sowie in die USA, wo er u.a. Interpretationskurse zu Werken Bachs gab.

Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit renommierten Künstlern und Ensembles in ganz Europa. In den letzten Jahren konzertierte Gotthold Schwarz u.a. bei den Salzburger Festspielen, im Musikverein Wien, außerdem in den USA, Japan, in Israel, in Brasilien und Argentinien. Neben Konzerten und Oper widmet er seine künstlerische Tätigkeit dem Liedgesang, wobei ihn ein umfassendes Repertoire vom Barock bis zur Moderne ausweist, was durch viele CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentiert wird. Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Sänger arbeitet Gotthold Schwarz mit dem Sächsischen Barockorchester zusammen.

Mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen mit Deutschlandradio kultur dokumentieren diese besonderen Verbindung in klangsinnlicher und virtuoser Interpretation. So erschienen seit 2008 Einspielungen Solo-Kantaten Telemanns sowie norddeutscher Meister des 17.Jahrhunderts, der Oratorien „Der Tod Jesu“, „Der Tag des Gerichts“ und der Oper „Germanicus“ von Georg Philipp Telemann.

Seit 2016 ist Gotthold Schwarz Thomaskantor. Am 20. August 2016 wurde er im Leipziger Alten Rathaus feierlich in sein Amt eingeführt und erhielt vom Leipzigs Oberbürgermeister die städtische Ernennungsurkunde zum 17. Nachfolger Johann Sebastian Bachs. Schon in den Jahren 1992, 1999, 2002/03 und 2011 war er Stellvertreter des Thomaskantors. Nach Georg Christoph Billers Amtsniederlegung war er von Februar 2015 bis Juni 2016 interimistischer Thomaskantor.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte www.leipziger-cantorey.de/gotthold-scharz/

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Als 1701 der charismatische Jurastudent Georg Philipp Telemann in Leipzig mit Kommilitonen das „collegium musicum“ gründete, begann eine völlig neue Zeit des öffentlichen Musizierens in der weltoffenen Messestadt. Wöchentliche Konzerte, Opernaufführungen und auch Unterhaltungsmusik im Café Zimmermann prägten das Musikleben. 1729 übernahm Thomaskantor Johann Sebastian Bach die Leitung dieses Ensembles und erlangte damit neue Möglichkeiten der Realisierung seiner ehrgeizigen kirchenmusikalischen Projekte.

In der Tradition dieser „neuen“ mitreißenden Musizierkultur und dieser großen Komponisten sieht sich das 1989 vom jetzigen Thomaskantor Gotthold Schwarz gegründete Sächsische Barockorcher. Zum Repertoire des Ensembles gehören natürlich die großen Werke der Barockzeit. Aber auch die lebendige Pflege der überaus reichhaltigen und oft weniger bekannten Kirchenmusik Mittel- und Norddeutschlands bilden einen Schwerpunkt der Arbeit. In Kooperation mit dem Telemann-Forschungszentrum seiner Geburtsstadt Magdeburg und dem BACH-Archiv Leipzig konnten bereits mehrere verschollene Werke wiederentdeckt, rekonstruiert und eingespielt bzw. historische Konzerte zum Leben erweckt werden.

Inzwischen hat sich das Ensemble unter der Leitung des entdeckungsfreudigen Sängers und Dirigenten Gotthold Schwarz mit seiner lebendigen Spielkultur und Finesse im Konzertbetrieb einen Namen gemacht. Konzertreisen führten das Ensemble in die bedeutenden Musikzentren Deutschlands sowie nach Frankreich, Schweden und Japan. In den letzten Jahren entstanden CD-Produktionen mit Telemanns späten Oratorien „Der Tod Jesu“ und „Der Tag des Gerichts“ (in Kooperation mit BACH Consort Leipzig), seiner wiederentdeckten und rekonstruierten Oper „Germanicus“, Bass-Solokantaten mit Gotthold Schwarz sowie Kantaten des Norddeutschen Barock. Zum Reformationsjubiläum entstand eine berührende Einspielung von wiederentdeckten Kantaten zu Liedern von Martin Luther, zudem Einspielungen von Motetten der Bach-Familie (mit Leipziger Cantorey) sowie des Passionsoratoriums „Wer ist der, so von Edöm kommt“ nach Graun/Bach/Telemann (gemeinsam mit Concerto Vocale Leipzig). Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit dem Leipziger Thomanerchor. 2019 erschien eine gemeinsame CD mit Kantaten J. S. Bachs.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte saechsisches-barockorchester.de/

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